Die Kater Dino und Joshi schauen in den Garten
Alltag

Wenn sich Katzen gut verstehen

Nur zwei Katzen, das sind wir uns nicht gewohnt. Wir haben uns lange überlegt, unsere Fellnasenbande wieder zu vergrössern. Und haben es nicht getan. Dino und Joshi haben uns überzeugt, dass wir uns richtig entschieden haben.

Was haben wir in unserem Katzenhaushalt nicht alles erlebt im Zusammenleben unserer Fellnasen! Nicht immer war es harmonisch. Einige Katzen haben sich gegenseitig ignoriert und sind sich aus dem Weg gegangen. Andere hatten ernsthafte Auseinandersetzungen, so dass wir trotz aller Versuche zur Zusammenführung einen Kater weggeben mussten.

Bis letzten Sommer hatten wir «nur» noch drei Kater: Titus, Dino und Joshi. Während sich die letzten beiden gut verstanden, gab es immer wieder Ärger mit Titus, der den Chef markieren wollte. Als Titus infolge Diabetes und anderer Krankheiten über die Regenbogenbrücke ging, hatten wir «nur» noch die zwei jungen Kater. Wir haben uns überlegt, weitere Katzen in unser Zuhause zu holen. Platz hätten wir schliesslich genug. Denn wir sind es uns gewohnt, eine richtige Katzenbande bei uns zu haben. Und wir hätten so süsse Katzen haben können. Nur zwei Katzen, ist das nicht langweilig?

Harmonie statt Katzenbande

Aber je länger wir Dino und Joshi beobachteten, desto klarer wurde uns: Die beiden suchten nicht nach Verstärkung. Sie hatten inzwischen ein wunderbares Verhältnis zueinander entwickelt. Statt Kampf und Eifersucht verband sie nun etwas ganz anderes: echte Zuneigung und Vertrauen.

Das zeigt sich in vielen Alltagssituationen: Wenn ich das Futter zubereite, kommen beide in die Küche. Dann beginnt ihr liebgewonnenes Ritual: Erst das energische, freundschaftliche Rammeln. Dann leckt Dino Joshi am Kopf, und am Ende liegen beide nahe beieinander in der Küche, bis ihr Fressen bereit ist. Es ist, als würden sie sich noch einmal versichern: Wir gehören zusammen, wir sind zuhause.

Die unzertrennlichen Freunde

Manchmal jagen sich die beiden durch die Stube – mal ist Dino der Verfolger, mal Joshi. Es wirkt wie ein ausgelassenes Spiel, voller Energie und Lebensfreude. Besonders auffällig ist, dass Joshi sich in mancher Hinsicht Dino angepasst hat. So hat er sich das laute Miauen abgeschaut, das Dino gerne einsetzt, um Aufmerksamkeit zu bekommen, und rennt dann mit aufgestelltem Schwanz durch die Wohnung, als wolle er sagen: «Schaut her, hier bin ich!»

Die Kater Dino und Joshi in ihrem Aussengehege.
British Long Hair innig vereint: Joshi und Dino chillen in ihrem Aussengehege.

Inzwischen sind Dino und Joshi unzertrennlich. Besonders in ihrem geliebten Aussengehege verbringen sie viel Zeit miteinander: Sie beobachten Vögel und Insekten, schnuppern gemeinsam an frischen Grashalmen und liegen oft nebeneinander in der Sonne. Dabei suchen sie immer wieder aktiv die Nähe des anderen – ein zartes Anlehnen, ein synchrones Rollen im Gras. Oder sie bestaunen gemeinsam die Umgebung mit ihren interessanten Geräuschen.

Manchmal vermissen wir Titus immer noch. Doch in der neuen Ruhe, die Dino und Joshi geschaffen haben, liegt eine Wärme, die uns zeigt, wie stark das Band zwischen zwei Katern sein kann – wenn Rivalität verschwindet und Freundschaft siegt. So sehr wir (viele) Katzen mögen: Es war der richtige Entscheid, keine weiteren Fellnasen in unseren Haushalt aufzunehmen. Die beiden Kater sind glücklich zusammen, und wir es mit ihnen. Es wäre falsch gewesen, die Dynamik zu verändern und damit möglicherweise die Harmonie zu stören.

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