Ferien im Tierspital
Unsere Ferien von dieser Woche stehen ganz im Zeichen des Tierspitals. Gleich beide Kater erfahren dort eine Operation. Und dann gab es noch eine unerwartete Wendung – nicht unbedingt eine erfreuliche.
Diese Ferien werde ich häufig im Universitären Tierspital Zürich anzutreffen sein. Eigentlich jeden Tag. Wir haben die zweite Hüft-OP von Joshi extra so geplant, dass wir dann Ferien nehmen können. Nach den Komplikationen beim ersten Mal wollten wir uns den Stress ersparen, zwischen Arbeit und Tierarzt zu pendeln. Zudem ist bei Dino wieder eine Zahn-OP fällig, um durch FORL geschädigte Zähne zu ziehen.
Also fahre ich diese Woche fast jeden Tag ins Tierspital und zurück. Eine Reise, die mich emotional belastet. Einerseits denke ich an den armen Kater, der neben mir auf dem Beifahrersitz in seinem Transportrucksack liegt (der angeschnallt ist) und nicht weiss, was da auf ihn zukommt. Und andererseits will ich auf der Rückfahrt mit dem Kater schnellstmöglich wieder zu Hause sein. Denn, gerade wenn es heiss ist, setzt die rund 30-minütige Fahrt der Fellnase zu. Manchmal beginnt sie zu hecheln, und ich sitze etwas ohnmächtig daneben, ohne eingreifen zu können. Ich bin jedes Mal froh, wenn die Fahrt zu Ende ist und wir wohlbehalten zu Hause angekommen sind.
Tierspital: gute Betreuung, aber zeitintensiv
Bei unseren früheren, ungeplanten Besuchen haben wir gute Erfahrungen mit dem Tierspital gemacht. Die Tierärzt:innen nehmen sich Zeit und klären gründlich ab. Und sie erklären ihre Befunde. Das haben wir vor allem an Pfingsten erlebt, als es um die Behandlung von Joshis Lungenentzündung ging als Folge der Intubation. Joshi hat sich anschliessend gut erholt. Doch wir haben viele Stunden am verlängerten Pfingstwochenende im Tierspital verbracht. Gut, immer noch besser als im Gotthard-Stau.
Und Zeit solltest du mitbringen, wenn du ins Tierspital gehst. Wie für ein Spital üblich, gibt es immer wieder Unvorhergesehenes, vor allem Notfälle. Und die haben Vorrang. Das heisst, du musst warten können. Aber ich finde, das lohnt sich. Es gibt wohl einen Grund, dass auf dem Parkplatz vor dem Tierspital Autokennzeichen aus der halben Deutschschweiz und dem nahen Ausland zu sehen sind. Ja, beim Warten hatte ich Zeit für solche Beobachtungen.
Der unerfreuliche Twist mit Joshis Hüftdysplasie
Joshi hinkt noch immer leicht. Und dass er Rachel gebissen hat, ist ein weiteres Zeichen, dass es mit der operierten Hüfte noch nicht gut ist. Das hat sich dann leider bei der Voruntersuchung bestätigt. Es besteht der Verdacht, dass der Oberschenkelknochen bei gewissen Bewegungen immer noch an der Hüftgelenkspfanne reibt.
Für uns bedeutet das, dass wir die bereits operierte Hüfte nochmals operieren lassen. Die andere Hüfte kommt zu einem späteren Zeitpunkt dran. Es gibt also eine dritte Operation, eine mehr als geplant und erhofft. Und dann sind auch noch Joshis Zähne, die ebenfalls einen Eingriff nötig machen. Fortsetzung folgt also.


